2084 - Noras Welt

Cover Jostein Gaarder (Text)
Gabriele Haefs (Übersetzung)
2084 - Noras Welt
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
Carl Hanser Verlag
ISBN: 978-3-446-24312-5
€ 14,90 (D), € 15,40 (A), sFr 21,90
192 Seiten
Ab 12

Nominierung 2014, Kategorie: Preis der Jugendjury

Jurybegründung

Im Jahr 2084 sind die Folgen des Klimawandels deutlich spürbar. Halb Europa ist eine Wüstenlandschaft und Millionen von Klimaflüchtlingen ziehen auf der Suche nach einer neuen Heimat mit ihren Kamelen gen Norden.
Die junge Nora lebt im Norwegen der Gegenwart und ahnt noch nichts von den Ausmaßen der kommenden Katastrophe, bis sie eines Nachts im Traum ihrer Ur-Enkelin Nova begegnet. Nova wirft der Urgroßmutter und deren Generation vor, durch passive Rücksichtlosigkeit dem Klimawandel Vorschub geleistet und gedankenlos gegenüber ihren Nachkommen gehandelt zu haben. Auf diese Anklage hin fasst Nora den Entschluss, aktiv zu werden.
In einer guten Mischung aus mitreißender Story und interessanten Fakten behält der Romancharakter die Oberhand. Das Buch präsentiert glaubhaft eine ungeschönte Zukunft, die ohne die klassischen Sciencefiction-Elemente auskommt. Durch die Zeitsprünge bringt Jostein Gaarder die Generationen geschickt in Dialog. Das brisante Thema schafft einen intensiven Zugang zum Leser und lässt ihm doch Freiräume zur eigenen Meinungsbildung. Damit hebt sich dieser Text entscheidend von anderer Umweltliteratur ab.



AUTOR
Jostein Gaarder
  Jostein Gaarder,
1952 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Oslo. Nach dem Studium der Philosophie, der Theologie und der Literaturwissenschaften war er zunächst als Lehrer tätig. "Sofies Welt" wurde ein Welterfolg und 1994 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

 


© Foto: Niklas Lello

ÜBERSETZERIN
Gabriele Haefs
  Gabriele Haefs,
1953 geboren, studierte Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt auf keltischen und skandinavischen Sprachen. Seit 1983 übersetzt sie aus dem Norwegischen, Dänischen, Schwedischen, Englischen, Gälischen, Niederländischen sowie Walisischen und wurde u.a. mit dem Sonderpreis Übersetzung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2008 ausgezeichnet.
© Foto: Miguel Ferraz

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