Vorwort der Preisstifterin

 

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Das wissen die Mitglieder der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises vermutlich nur zu gut. Sie vergeben im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises jedes Jahr ihren eigenen Preis. Dazu diskutieren die jungen Literaturexpertinnen und -experten über für sie relevante Bücher und bewerten Inhalt, Sprache und Aufmachung. Sicherlich ist es bei der Menge an interessantem Lesestoff nicht immer leicht, die besten Titel auszuwählen. Doch am Ende beweist die Jury stets einen guten Riecher.

Beeindruckend finde ich das Zusammenspiel von Jugendjury und Kritikerjury. Beide arbeiten unabhängig voneinander, suchen aber

immer wieder den Dialog miteinander, so dass die Leseerfahrung der erwachsenen Kritiker und der unmittelbare Zugang der Zielgruppe sich gegenseitig befruchten. Darüber hinaus übernehmen die Mädchen und Jungen auch Verantwortung für Organisatorisches, für Veranstaltungen sowie für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Deutschen Jugendliteraturpreis. Sie begeistern Gleichaltrige in ihrem Umfeld und sind damit Lesebotschafter. Auf diese Weise entsteht Lese- und Leserförderung im besten Sinne, und das seit mittlerweile zehn Jahren. In dieser Zeit konnten bundesweit 22 Leseclubs und gut 600 Jugendliche in die Juryarbeit eingebunden werden. Dazu und zum 10-jährigen Jubiläum gratuliere ich herzlich!

Sowohl die Jugend- als auch die Kritikerjury haben in diesem Jahr eine überzeugende Vorauswahl für den Deutschen Jugendliteraturpreis vorgelegt.
In vielen ehrenamtlichen Lesestunden haben sie die besten Bücher aufgespürt. Dafür danke ich allen Beteiligten und hoffe, dass es uns gemeinsam gelingt, möglichst viele Kinder und Jugendliche für Bücher zu begeistern!

Dr. Kristina Schröder
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Stifterin des Deutschen Jugendliteraturpreises