Runaway

Cover Oscar Hijuelos (Text)
Günter Ohnemus (Übersetzung)
Runaway
Aus dem Englischen von Günter Ohnemus
Fischer Schatzinsel
ISBN: 978-3-596-85382-3
€ 19,95 (D), € 20,60 (A), sFr 30,50
349 Seiten
Ab 15

Nominierung 2011, Kategorie: Jugendbuch

Jurybegründung
New York, 1960er Jahre, eine multikulturelle Szenerie und mittendrin Rico. Den Sohn kubanischer Eltern machen seine viel zu helle Hautfarbe und seine kümmerlichen Spanischkenntnisse zu einem Menschen zwischen den Welten. In diesem autobiografischen Roman, dem ersten Jugendbuch des Autors, lässt dieser Rico von seinen Bemühungen berichten, in Harlem zu überleben, um schließlich den vielfältigen Herausforderungen der Schule,eines strengen Elternhauses und den Gesetzen der Straße den Rücken zu kehren. Immer mit dem Traum im Blick, ein berühmter Autor zu werden. Mit seinem drogensüchtigen Freund Jimmy macht er sich auf nach Wisconsin, einen alten Ghetto-Freund in dessen Landkommune zu besuchen. Aber auch in der Beschaulichkeitdes ländlichen Idylls trifft er auf Rassismus und Vorurteile, die in der Wohngemeinschaft engagiert diskutiert werden. Nach und nach reift in Rico der Entschluss, zurückzukehren nach New York.
Der breit ausgelegte Bildungsroman gewinnt durch Ironie und Slapstick eine unerwartete Unterhaltsamkeit und vermittelt ein authentisches Sittengemälde Amerikas seiner Zeit. Mark Twains Huckleberry Finn, Ricos Leib- und Magenheld, ist Stilgeber für den Ton des Ich-Erzählers, den Günter Ohnemus sehr gut ins Deutsche zu übertragen verstand.

AUTOR
Oscar Hijuelos
  Oscar Hijuelos,
1951 als Sohn kubanischer Einwanderer in New York/USA geboren, studierte Literatur. Für Die MamboKings spielen Songs der Liebe erhielt er 1990 als erster Latino-Schriftsteller den Pulitzer-Preis.

© Foto: privat

ÜBERSETZER
Günter Ohnemus
  Günter Ohnemus,
1946 in Passau geboren, war Buchhändler, Lektor und Verleger. Heute lebt er als freier Autor und Übersetzer in Freising bei München. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. 1998 mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.

© Foto: Raimund Ohnemus

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