Vorwort der Preisstifterin

 

„Gebt uns Bücher, gebt uns Flügel!“ Diesen Wunsch legte der französische Literaturprofessor Paul Hazard den Kindern dieser Welt 1952 in den Mund. Er hat damit die Kraft kindlicher Phantasie zu einem geflügelten Wort gemacht. Auf dem Cover dieser Broschüre für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 hat der norwegische Künstler Stian Hole, im vergangenen Jahr selbst Preisträger, dieses Bild lebendig werden lassen: Seine Bücherflügel tragen uns durch ein faszinierendes Universum.

Groß ist die Bandbreite an Themen und Formen der insgesamt 587 Bücher, die in diesem Jahr für den Deutschen Jugendliteraturpreis eingereicht wurden:

Phantasievoll illustrierte Bilderbücher verlocken zum Immer-wieder-Betrachten. Kinderbücher wecken die Lust am Fabulieren. Sachbücher mit vielfältigen Themen stacheln den jugendlichen Entdecker- und Forschergeist an. Und in den Jugendbüchern kommen Probleme zur Sprache, die jungen Leuten unter den Nägeln brennen. Hier hat sich eine ganz eigene literarische Form entwickelt. Neben den Empfehlungen der Kritikerjury stehen in die Bereich die Favoriten der Jugendjury.
 
Um die 30 Nominierungen herauszufiltern, war ein etwa acht Meter hoher Bücherberg zu bezwingen. Ich danke der ehrenamtlichen Jury dafür, dass sie diese Lesearbeit so engagiert übernommen hat. Dem Arbeitskreis für Jugendliteratur danke ich für die zuverlässige Ausrichtung und Organisation des Deutschen Jugendliteraturpreises – inzwischen bereits im 56. Jahr. Bis zur Preisverleihung am 14. Oktober 2011 auf der Frankfurter Buchmesse wünsche ich mir, dass viele Kinder und Jugendliche mit Hilfe der nominierten Bücher den Zugang zu dem wunderbaren Universum finden, das die Literatur uns eröffnet.
 
Dr. Kristina Schröder
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Stifterin des Deutschen Jugendliteraturpreises